Google - Killer des eigenen Fortschritts

11. August 2010 —  1 Kommentare  — Internet
Jet Engine

Das Titelbild ist von wwarby und steht unter CC-BY 2.0.

Google’s Irrfahrt
Es werden zu diesem Zeitpunkt wohl alle Wissen, dass Google das Wave Projekt offiziell für beendet erklärt hat. An dieser Stelle lässt sich streiten ob wirklich die vermeintlich wenigen Nutzer, oder ein Entscheider in der Chefetage dem innovativen Produkt den Todesstoß verpasste.
Ähnlich verwirrt agiert Google mit ihrem Hosting Angebot, der AppEngine. Die Sprachen Python und Java sind vielen Programmierern ein Begriff, zudem ist die angebotene Datenbank auf BigTable aufgebaut und somit schnell und gut skalierbar. Zu guter letzt wird das Paket AppEngine mit vielen APIs ausgestattet die dem Entwickler wiederum mögliche Sorgen abnehmen können. Klingt nach einem Programmierer Traum, oder?

Gratis was will man mehr?
Um Unternehmen dazu zu bewegen ihre Software auf die Google Cloud Plattform zu migrieren, wird zusätzlich eine gratis Quota angeboten. Bei Projekten mit geringer Nutzung und Anforderungen können daher durchaus Seiten mit finanziellem Nutzen entstehen ohne, dass dafür selbst monetäre Ressourcen benötigt werden.

Der Teufel steckt im Detail
Die Limitierungen der Plattform treten teilweise erst während der Entwicklung ans Tageslicht. Beispielsweise ist die Datenbank durchaus performant, erlaubt allerdings nicht mehr als 1000 Einträge pro Entity (quasi Tabelle bei einer sonst üblichen relationalen Datenbank) zu speichern und stellt sich somit für viele Projekte als untauglich heraus. Ein weiterer Punkt ist die 30 Sekunden Regel, die eine Seite vom Server bekommt, bis der den jeweiligen Prozess stoppt. Für etwas aufwendigere Datenverarbeitung oder laden einer externen Ressource lässt sich AppEngine somit auch nicht wirklich einsetzen.

Was jetzt?
An dieser Stelle frage ich mich, sollen wir uns neben der Lösung des eigentlichen Problems (des Programmierens) zusätzlich den Kopf zerbrechen wie die jeweilige Logik an die komplett verschiedene Umgebung angepasst werden kann, und uns womöglich sogar einem massiven Vendor-Lock-In unterwerfen oder von Beginn an auf eigens konfigurierte virtuelle Server setzen?

Habt ihr auch schon Erfahrungen mit AppEngine oder ähnlichen Anbietern gemacht? Auf welches Pferd habt ihr schlussendlich gesetzt?

Chrome Web Store - der Anfang vom Ende von Apple?

20. Mai 2010 —  0 Kommentare  — Internet
Chrome Web Store

Gestern an der Google I/O, der alljährlichen Entwicklerkonferenz des Suchmaschinenriesen, wurde bekanntgegeben, dass nun auch Chrome einen Web Store bekommt aka. Goldesel für IT Firmen. Das Konzept an sich ist sicher nicht neu, da Apple schon seit einigen Jahren einen solchen für das iPhone und nun auch deren Tablet betreibt, und genau da wird es spannend. Google hat mit dem Chrome eine relativ einfache Umgebung geschaffen in der mit HTML (neu HTML5) etwas CSS und Javascript voll funktionsfähige Applikationen erstellt werden können die danach gewinnbringend an den Nutzer weiterverkauft werden.

Meine Vermutung geht nun dahingehend, dass diese Web Store Applikationen nachher out-of-the-box auf einem Tablet mit ChromeOS laufen. Für Entwickler denen das nicht genug ist, kommt vielleicht sogar noch Java Support hinzu, was im Endeffekt das Google Tablet zu einer ernsthaften Konkurrenz für das Apple iPad machen könnte.

Es ist mir klar, dass die Prognose aktuell viele unbekannte Variabeln enthält, doch bin ich interessiert was ihr zu diesem Thema denkt. Hat Google das Potential, Apple aus dem Mobil Geräte Markt zu verdrängen?

Docs.com - der Google Docs Killer?

18. Mai 2010 —  0 Kommentare  — Internet

docs.com auf einem HP 2710P

Am 21. April stellte Microsoft auf der facebook f8 Konferenz eine Beta Version ihrer Office Web Apps vor. Die Online Version der bekannten Office Suite beinhaltet bis dato die gebräuchlichsten Office Anwendungen wie Word, Excel und Powerpoint.

Die Schwächen von Office Web Apps (OWA) sind momentan die stärken von Google Docs (GD), so blockiert beispielsweise OWA bei jedem speichern das Fenster wie man dies schon von Office Workspace her kennt, GD hat mit der Übernahme von Etherpad (danke an @_giu, @LiFrT und @dan_graf) auf der anderen Seite eine Speichertechnik welche sehr schnell ist und das weiterschreiben erlaubt. Ebenso habe ich persönlich Mühe mit der Fullscreen Darstellung von OWA, so passen ganze Absätze auf eine Linie (24”). GD hat dieses Problem erkannt und ihre Version bedeutend schreib- und lesefreundlicher gestaltet.

Stärken von OWA gegenüber GD sehe ich in der grossen Verbreitung der Offline Version von Office. So können Nutzer ihre Daten kostenlos auf Skydrive ablegen, diese bei Bedarf mit OWA abändern und sind dabei niemals gezwungen sich in ein neues Programm einzuarbeiten weil überall die bekannte Ribbon Oberfläche zu sehen ist. Ebenso ist es möglich die neuesten Office Effekte sowohl off- wie online zu verwenden, somit ist der Nutzer nicht wie bei GD gezwungen die jeweiligen interaktiven Elemente in statische Bilder umzuwandeln. Zusätzlich hat Microsoft durch die Integration in Facebook eine gute Basis um eine solide Kundenbindung zu erreichen.

Mein Fazit — Trotz der teilweise schlechten Unterstützung und dem derzeit abgeschalteten Offline Modus ist mein Favorit durchaus Google Docs. Dies aus dem Grund, dass Google Docs deutlich schneller ist und mir Docs.com den Anschein macht ledigleich ein erweitertes TinyMCE zu sein, welches durch zu viel Javascript an Performance einbüsst. 

Sowohl das von mir getestete Google Docs wie auch Docs.com sind aktuell nicht in einer “Business Ready” Phase, daher können sich bei beiden noch die einen oder anderen Dinge verbessern. Dürfen daher noch bei beiden auf Einsicht hoffen...

Update vom 8. Juni 2010 — Office Web Apps sind ab jetzt ebenfalls auf office.live.com verfügbar. Mit Office 2010 können die Dateien nun direkt dort gespeichert und freigegeben werden. Genauere Details kann man durch den offiziellen Blog Beitrag oder durch durchs selber ausprobieren erhalten.

Über mich

Hallo ich bin Philipp Küng.
Momentan studiere ich an der ETH Zürich Elektrotechnik & Informationstechnologie.
Bin Inhaber von pkstudio und arbeite nebenbei bei der Firma ckt gmbh in Wilen SZ.

social life
     

business life
 

Informationen

Besucher meines Blogs werden per Google Analytics analysiert.

Der Inhalt dieses Blogs steht unter der Creative Commons Attribution-Share Alike 2.5 Switzerland License

Creative Commons License