Binäre Firmen sind erfolgreicher

21. Juli 2010 —  1 Kommentare  — Internet

Es ist durch Studien erwiesen dass Menschen mit weniger Auswahl durchweg zufriedener sind. Anstatt sich zwischen 100 Zahnpasta Sorten zu entscheiden greift der Grossteil der Konsumenten zu dem im TV beworbenen Markenprodukt oder der Sorte die schon seit Ewigkeiten verwendet wird. Der Grund für diese Käufer Reaktion unterliegt dem Gedanken, dass sich Menschen nicht gerne Entscheiden und falls sie dies doch tun müssen, sie am glücklichsten sind bei möglichst wenigen Optionen.

“keep it simple”
Ich denke in diesem Gebiet hat Apple wissentlich oder per Zufall den richtigen Weg gefunden. So muss beispielsweise bei einer Neuanschaffung eines Macbook lediglich zwischen 3 Grössen entschieden werden. Nach dem Klick auf Kaufen und dem Start des Bestellvorgangs werden erst die verschiedensten weiteren Konfigurationsoptionen angezeigt wobei wiederum nur zwischen einigen wenigen entschieden werden kann. So ist es Apple möglich eine gewaltige Palette von Optionen abzudecken ohne dass sich der geneigte Käufer bereits im Vorfeld zwischen 20 unterschiedlichen Varianten zu entscheiden hat.

Die Schattenseite der Entscheidungsfreiheit
Ich tue mich schwer, es zu sagen, aber das negativ Beispiel par excellence ist in diesem Fall die Firma Microsoft mit den unendlich differenzierten Windows und Office Versionen bei denen sich der Kunde bereits beim Kauf im klaren sein muss was im Laufe der Nutzung alles gebraucht wird. Einfach nur #epic #fail.

Alles in allem, Entscheidungen werden nie leichter, der Fragende kann aber alles daran setzten damit sie uns leichter erscheinen.

Das folgende TED Video zeigt eine Präsentation von Barry Schwartz der genau diesen Entscheidungsüberfluss thematisiert.

Bringt uns Microsoft das Synchronisations-Nirvana?

30. Juni 2010 —  0 Kommentare  — Internet
Live_Sync_Nirvana

Schon seit einer Weile wird in Szene-Blogs immer wieder von der neuen “Wave 4” der Windows Live Essentials geschrieben, dabei handelt es sich um neue, verbesserte Versionen der Photo, Video, Chat, Blog und Synchronsations Software die gratis erhältlich sind.

Aufgrund der bevorstehenden finalen Version, möchte ich an dieser Stelle kurz die Vor- und Nachteile von Live Sync aufzeigen, und insbesondere mit der möglichen Konkurrenz (Dropbox und Wuala) vergleichen. Es ist mir dabei klar, dass die Zielgruppen und Aufgabengebiete der hier verwendeten Konkurrenz-Anbieter nicht zwingend den selben wie Live Sync entsprechen.

Kein Live Sync auf Linux
Anders als Wuala, wo auf Java gesetzt wird und Dropbox die einen nativen Client haben, funktioniert Live Sync nicht auf Linux obwohl es dank dem Mono Projekt teilweise möglich wäre .NET Applikationen unter Linux zu betreiben.

Kein Cloud-Backup von versteckten Dateien
Gerade beim programmieren schätze ich Synchronisationsdienste unheimlich, so füge ich den Code erst dann zum Subversion Archiv hinzu wenn ein Feature fertig programmiert und nicht schon früher wegen dem Wechsel des Arbeitsgerätes. 
Wie bei Wuala ist es auch mit Live Sync leider nicht möglich versteckte Dateien über die Cloud zu synchronisieren, der Konkurrent Dropbox erlaubt dies jedoch. Sollen auch mit Live Sync versteckte Ordner wie Subversion Verzeichnisse auf andere Rechner übertragen geht dies nur über eine direkte P2P Verbindung und ohne Cloud Backup.

Synchronisation von Programm Einstellungen
Früher war deli.cio.us das Mass aller Dinge wenn es um Lesezeichen ging, egal an welchem Computer man sass die Favouriten sind immer übers Netz erreichbar. Als Chrome Beta Nutzer konnte ich einige Zeit später die Bookmarks sogar im Programm selbst synchronisieren und sparte mir somit das immer wiederkehrende Anmelden bei deli.cio.us. Endlich ist nun auch die Lesezeichen Synchronisierung beim Internet Explorer angekommen, man kann mir allerdings nicht vorwerfen dass ich daher wieder auf IE wechseln würde, dafür muss klar mehr getan werden.
Das mit der Bookmark synchronisierung geht noch etwas weiter und zwar hat Microsoft mit Live Sync einen Weg geschaffen wie auch andere Programme ihre Einstellungen über mehrere Computer hinweg einheitlich führen können, so könnte ein Administrator der Firma XY in der Konfigurationsdatei einer x-beliebigen Firmen Applikation eine Änderung machen und fast instantan wird dies auf den Rechnern der Angestellten angewandt. Mit Dropbox wäre dies ebenfalls möglich, falls die Konfigurationsdateien in den Ordner ‘My Dropbox’ verschoben werden können.

Sync-Ordner sind frei wählbar
Jedem Dropbox Nutzer ist bekannt, dass nur Dateien im Ordner ‘My Dropbox’ resp. dem Ordner der bei der Installation angegeben wird, synchronisiert werden. Das Team arbeitet allerdings schon seit einiger Zeit an einer Lösung bei dem auch x-beliebige Ordner miteinander abgeglichen werden können. Live Sync auf der anderen Seite kann dies schon jetzt. Beliebige Ordner sind entweder mit der Cloud und anderen Rechnern oder einfach nur mit bis zu 30 anderen Computern synchronisierbar.

Remote Desktop
Als weiteres Killer Feature bekommt Live Sync den aus Mesh bekannten Remote Desktop. Dies ist vorallem praktisch um dem Kunden übers Internet den Computer zu reparieren oder einfach Geeklike aus dem Büro den Heimrechner zu steuern.

Fazit
Microsoft hat sicherlich hie und da noch etliche Schachstellen auszubügeln um im Markt gegen innovative Produkte wie Dropbox und Wuala bestehen zu können. Ein weiteres absolutes Killer Feature wäre beispielsweise, dass per Live Sync in die Cloud hochgeladene Dokumente auch mit den Office Web Apps per Browser editiert werden könnten, womit die ganze Nutzungs-Bandbreite unterstützt würde.
Man darf allerdings nicht vergessen, dass Live Sync momentan noch im Beta Status ist und hoffentlich auf die finale Version hin noch um einiges Attraktiver wird, ob es der Beginn des Synchronisations-Nirvana ist, diese Entscheidung überlasse ich dabei gerne euch.

Livestream vs. kein Livestream - nicht Erfolg vs. Erfolg

8. Juni 2010 —  0 Kommentare  — Internet
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Am 7. Juni 2010, traute ich mich als nicht Apple-Gerät-Besitzer nach Bern an das #wwdcbe Tweetup wo die WWDC Keynote von Steve Jobs per Liveticker verfolgt wurde. Anstatt die Demos von Steve als Video zu schauen, besprachen wir die Features untereinander oder checkten die Twitter Timeline. Am Ende des Abends wussten wir, sofern ich es jetzt sagen kann, über alles Bescheid obwohl nur kurze Meldungen und Bilder zu uns durchsickerten.

Ist der Fakt, dass Apple keinen Livestream anbietet eine Kosten Frage oder allenfalls eine geschickte Marketingstrategie?

Bisher hatten die Apple Konkurrenten sprich Google und Microsoft jeweils ihre Keynotes Live an jeweils 10'000 bis 20'000 Zuschauer gestreamt. Da sich bei einem Streaming die Bandbreiten für jeden Nutzer addieren, muss bei 20'000 Zuschauern mit ca. 1.5 Mbit/s eine Bandbreite von 30'000 Mbit/s also 30 Gbit/s bereit stehen. Da Apple ebenfalls verschiedenste Kinotrailer hostet, sollte die Bandbreite die gebraucht wird und die daraus resultierenden Kosten nicht wirklich entscheidend sein.
Auf der anderen Seite kann "kein Livestreaming" viele positive Effekte haben. Erstens sind die Sitze in dem Saal viel begeehrter, da die anderen Ausserhalb warten müssen bis das Keynote Video online ist. Zudem ist Twitter, und sind andere Quellen, voll von Neuigkeiten, vornehmlich in indexierbarem Text, was die Werbewirkung noch einmal maximieren kann.

Meine Frage nun, würde diese Taktik auch bei anderen Firmen und Events funktionieren?

Warum bieten beispielsweise Microsoft oder Google einen Livestream an, wäre doch günstiger und besser wenn nicht?
Die einzige Erklärung auf diese Frage beruht bisher darin, dass Google ihre Youtube Plattform und Microsoft ihren Silverlight Streaming Service promoten möchten und es sich daher nicht leisten können keinen Livestream anzubieten.

Was sind eure Meinungen zu diesem Thema? Pro oder Kontra Livestream?

bethemayor.com

3. Juni 2010 —  0 Kommentare  — Internet
bethemayor.com Website Screenshot

Da foursquare eine relativ stabile statische API besitzt, (anders als Gowalla) erstellten Entwickler, schon seit geraumer Zeit, Services die den täglichen 4sq-Nutzer untersützen.

Der neueste Spross unter den foursquare Webseiten ist http://bethemayor.com, der Dienst nutzt die OAuth Architektur als Authentifizierung, wie sich dies für einen seriösen Anbieter gehört, und zeigt wieviele Check-Ins noch benötigt werden, bis man sich am jeweiligen Ort Mayor nennen darf. In meinem Fall werde ich wohl beim Hauptbahnhof Zürich nur schwerlich eine Chance gegen @phogenkamp haben.

Tipp - Nebenbei verrät bethemayor.com, das zum Mayor nur ein Check-In pro Tag gezählt wird. Geht wohl daher mehr um Ausdauer als um fleissiges Treiben. #nicetoknow

Chrome Web Store - der Anfang vom Ende von Apple?

20. Mai 2010 —  0 Kommentare  — Internet
Chrome Web Store

Gestern an der Google I/O, der alljährlichen Entwicklerkonferenz des Suchmaschinenriesen, wurde bekanntgegeben, dass nun auch Chrome einen Web Store bekommt aka. Goldesel für IT Firmen. Das Konzept an sich ist sicher nicht neu, da Apple schon seit einigen Jahren einen solchen für das iPhone und nun auch deren Tablet betreibt, und genau da wird es spannend. Google hat mit dem Chrome eine relativ einfache Umgebung geschaffen in der mit HTML (neu HTML5) etwas CSS und Javascript voll funktionsfähige Applikationen erstellt werden können die danach gewinnbringend an den Nutzer weiterverkauft werden.

Meine Vermutung geht nun dahingehend, dass diese Web Store Applikationen nachher out-of-the-box auf einem Tablet mit ChromeOS laufen. Für Entwickler denen das nicht genug ist, kommt vielleicht sogar noch Java Support hinzu, was im Endeffekt das Google Tablet zu einer ernsthaften Konkurrenz für das Apple iPad machen könnte.

Es ist mir klar, dass die Prognose aktuell viele unbekannte Variabeln enthält, doch bin ich interessiert was ihr zu diesem Thema denkt. Hat Google das Potential, Apple aus dem Mobil Geräte Markt zu verdrängen?

Über mich

Hallo ich bin Philipp Küng.
Momentan studiere ich an der ETH Zürich Elektrotechnik & Informationstechnologie.
Bin Inhaber von pkstudio und arbeite nebenbei bei der Firma ckt gmbh in Wilen SZ.

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